Kreatives und regionale Gerichte aus Niedersachsen

Sich regional ernähren funktioniert nicht? Buchvorstellung: Lokal – Das Kochexperiment

Sich regional ernähren funktioniert nicht? Buchvorstellung: Lokal – Das Kochexperiment

Ich gebe zu, auch bei mir funktioniert das noch nicht immer hundertprozentig. Der innere Schweinehund schnappt manchmal zu und so landet dann doch das ein oder andere weitgereiste Teil im Einkaufswagen. Trotzdem liegt mir der Bezug von lokal hergestellten Lebensmitteln sehr am Herzen. Im Winter kann ich auf wässrige Erdbeeren gern mal verzichten. Der Salat, der morgens noch beim Bauern auf dem Feld stand, ist knackiger, als sein angereister Kollege aus Spanien. Der Honig vom heimischen Imker schmeckt mir auf meinem Brötchen besser als die Mischung aus mehreren EU-Ländern. Umgekehrt nehme ich nur eine Notration Lebensmittel mit in den Urlaub. Der Salat aus Spanien ist ja durchaus lecker… Wenn er frisch gepflückt wurde.

Nach dem Motto 2 Freunde, 11 Reisen, 1 Challenge starten der Metzger Georg Schweisfurth und Biospitzenkoch Simon Tress einen ungewöhnlichen Versuch. Kann man sich heutzutage noch ausschließlich regional ernähren? In Ihrem Buch Lokal – Das Kochexperiment (*Amazon Partnerlink) erzählen Sie von dem Versuch ganze Menüfolgen mit lokalen Lebensmitteln zu kreieren. Lokal bedeutet in diesem Fall: Die Erzeuger dürfen sich tatsächlich nur in einem Radius von 15 Kilometern rund um den Lebensmittelpunkt befinden.

Dabei machen es sich die zwei Freunde nicht leicht. An elf verschiedenen Orten suchen sie nach lokalen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln um ihre Gäste zu bekochen. Dabei machen sie auch vor den eher spärlichen Wintermonaten oder gar der Großstadt nicht halt. Ohne zuviel zu verraten (es ist ja kein Krimi): fündig werden sie auf Biobauernhöfen, in Selbstversorgergärten, Weingütern, in der Imkerei und sogar im Stadtwald.

Bei Lokal – Das Kochexperiment handelt es sich um ein Kochlesebuch. Neben einer kurzweiligen Beschreibung der Challenge, Vorstellung der Erzeuger und inspirierenden Bildern befinden sich im Buch auch die beim Experiment gekochten Rezepte. Für Kochneulinge werden Basisrezepte wie die Zubereitung eines Fonds beschrieben. Aber auch außergewöhnlicheres wie in Heumilch gegarter Tafelspitz oder Tajine sind zu finden.

Mein Fazit: Es hat Spaß gemacht die beiden und ihre Crew beim Lesen zu begleiten. Mir persönlich haben die Einblicke in die persönlichen Geschichten und die Arbeit der Erzeuger am besten gefallen. Im Buch spürt man ihre Überzeugung und  die Begeisterung für das was sie tun.

 

 

 



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