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Mit dem Zelt nach Skandinavien – Teil 1 Bornholm

Mit dem Zelt nach Skandinavien – Teil 1 Bornholm

Vor ein paar Monaten habe ich Euch erzählt, dass wir uns mit dem Zelt auf den Weg nach Skandinavien machen. Nun sind wir schon seit einiger Zeit wieder hier und der Alltag hat uns wieder. An die Reise im Sommer erinnern wir uns aber immer wieder gern und ich möchte Euch an den Erinnerungen teilhaben lassen. Der erste Teil der Reise sollte nach Bornholm gehen. Nachdem wir den Kinderfilm “Der verlorene Schatz der Tempelritter” gesehen haben, stand die Insel weit oben auf unserer must see list.

Mit der achtjährigen Tochter an Bord wollten wir nicht mehr als sechs Stunden am Tag im Auto verbringen. So sind wir am ersten Tag nur in Richtung Nordosten auf die Insel Rügen gefahren. Aus den sechs Stunden ist durch etliche Baustellen und damit verbundener Staubildung leider nichts geworden. Unser Zelt konnten wir jedoch rechtzeitig auf einem Campingplatz am Jasmund-Nationalpark aufstellen. Gestärkt mit frischen Brötchen und Rügener Joghurt ging es morgens rechtzeitig zum Fährhafen in Sassnitz. Die Überfahrt nach Rønne, vorbei an den für Rügen bekannten Kreidefelsen, haben wir bei trockenem Wetter sehr genossen.

 

Insel Rügen Kreidefelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

Angekommen auf Dänemarks Sonneninsel mussten wir nicht sehr weit fahren. Die Entfernung von Küste zu Küste beträgt auf Bornholm nur etwa 40 Kilometer. Einen kleinen Zwischenstopp haben wir trotzdem eingelegt und sind hoch zum Hammerfyr, Bornholms ältesten Leuchtturm gefahren. Schon die Auffahrt auf der schmalen gewundenen Straße, zwischen freilaufenden Schafen, war ein kleines Highlight.

 

Schaf auf Bornholm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Leuchtturm ist aufgrund seiner Lage seit 1990 nicht mehr relevant für die Schifffahrt, wird aber von seinem Besitzer auf eigene Kosten weiter betrieben. Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Leuchtturm zur kostenfreien Besichtigung offen steht. Und diese lohnt sich schon allein für die grandiose Aussicht. Wenn man die Treppe im Leuchtturm nicht allzu schnell herunterflitzt, kann man durch ein Fenster noch ein paar Accessoires für einen Leuchtturmwärter erblicken.

 

Hammerfyr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aussicht vom Leuchtturm

 

 

 

 

 

 

Blick vom Leuchtturm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem kleinen Abstecher durften wir unser Zelt (*Amazon Partnerlink) auf dem Familiencampingplatz in Sandvig aufbauen. Der Campingplatz ist in verschiedene Areale aufgeteilt, die teils an der Küste, teils in den Hügeln sowie auf der Hauptfläche liegen. Wir haben uns ein lauschiges Plätzchen zwischen Bäumen ausgesucht. Der Platz verfügt über ausreichend viele und saubere Sanitäranlagen. Das Töchterlein war begeistert von den Spielplätzen mit riesigen Hüpfkissen. Obwohl es mitten in der Hochsaison war, war der Platz zwar gut besucht, es war aber keinesfalls beengt. Abends gab es dann einen der mittlerweile sehr bekannten Bio-Burger am Promenadenkiosk. Ob es sich dabei um einen der weltbesten Burger handelt kann man sich sicher streiten, lecker war es auf jeden Fall.

 

Zelt Skandika Gotland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was wir auf Bornholm noch so gesehen haben und wohin uns die Reise führte, erfahrt Ihr im zweiten Teil meines Reiseberichts.

Ihr möchtet Bornholm einmal auf eigene Faust erkunden? Dann habe ich hier ein paar tolle Tipps für Euch:

 

Die 7 schönsten Ausflugsziele auf der Sonneninsel Bornholm

  • Hammerhus (Langebjergvej 26, 3770 Allinge): Nordeuropas größte Burgruine weilt auf einem steil aufragenden Felsen an der Nordspitze der Insel. Bis ins 17. Jahrhundert hatte die schwer einnehmbare Festung eine Verteidigungsfunktion. Von der Ruine aus hat man einen phantastischen Blick auf die Felsküste. Hinweistafeln, auch in deutscher Sprache, lassen einen in die Geschichte der Hammerhus eintauchen. Der Eintritt in die Ruine ist frei.

 

  • Wanderung um den Hammerknuden (Startpunkt Campingplatz Sandvig /Sandlinien 5, 3770 Allinge): Ein Rundwanderweg (Dauer ca. 2 Stunden) führt um das etwa 50m hohe Felsplateau an der Nordspitze der Insel. Der teilweise etwas steile Weg führt am Hammerfyr, Bornholms ältesten Leuchtturm, entlang. Durch die Heide geht es vorbei an Solomons Kapel (eine der ältesten kirchlichen Bauten Bornholms), eindrucksvollen Granitformationen und schließlich zum Leuchtturm Hammerodde Fyr mit einer Seewetterstation.

 

  • Jons Kapel (Jon Kapelvej 4, 3790 Hasle): An der Westküste Bornholms befindet sich die Felsformation Jons Kapel. Einer Legende nach soll dort in den Höhlen ein Mönch und Missionar namens Jon gelebt haben. Die Höhlen sind zum Meer hin geöffnet. Vom Parkplatz aus führt eine Holztreppe an den Strand, zu den etwa 41 m hohen Klippen.

 

  • Bornholms Mittelaltercenter (Stangevej 1, Østerlars 3760 Gudhjem): Der Mittelpunkt des Mittelaltercenters ist eine befestigte Wallanlage mit herrschaftlichen Gebäuden. Rund herum kann man hier in das Mittelalter des 11. – 14. Jahunderts eintauchen. Eine komplette Siedlung mit Häusern, einer Schmiede, einer Färberei und einer Wassermühle wurden hier nachgebildet. Bei Mitmachaktionen, Showkämpfen und Exkursionen werden kleine und große Besucher unterhalten.

 

  • Das Mittelaltercenter ist ebenfalls Startpunkt einer besonderen Schatzsuche für die ganze Familie. Diese kann man vorab beim Mittelaltercenter buchen. Die Schatzsuche führt in etwa 2-3 Tagen an viele spannende, historische Orte Bornholms.

 

  • Die Rundkirchen: Die vier Wahrzeichen der Insel dienten früher als Wehrbauten zum Schutz der Bevölkerung. Heute sind sie eine beliebte Sehenswürdigkeit. Gerüchten zufolge könnte unter einer der Kirchen der Schatz der Tempelritter verborgen sein. Die Rundkirche von Østerlars(Vietsvej 25, 3760 Gudhjem, Bornholm) ist die älteste und Größte der vier Kirchen. Mit nur zwei Stockwerken handelt es sich bei der Ny Kirke (Ellebyvej 1A
    Nyker, 3700 Rønne) um die Kleinste. Auch die Rundkirche Olsker (3770 Olsker) und die Nylars Kirche (Kirkevej 10k, Nylars, 3720 Akirkeby) sind mit ihren Mosaikfenstern und Malereien sicher einen Besuch wert.

 

Rundkirche

 

 

  • Die Erbseninseln: Nordöstlich von Bornholm liegt die kleine Gruppe der Erbseninseln. Zwei davon, Christiansø und Frederiksø, sind bewohnt. Das gesamte gebiet der Inselgruppe steht unter Natur- und Denkmalschutz. Die historischen Gebäude und die Festungsanlagen sind bis heute aber gut erhalten. Fähren verkehren täglich von Gudhjem (Ejnar Mikkelsensvej 25, 3760 Gudhjem)  auf die Insel Christiansø mit seinen Feigenbäumen und Weinstöcken.

 

 



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