Kreatives und regionale Gerichte aus Niedersachsen

Frische Quarkspeise mit Birne und Holunderblüten

Frische Quarkspeise mit Birne und Holunderblüten

Zu dieser Jahreszeit geht mein Blick fast täglich zu den Holunderbüschen um zu schauen, ob sich die weißen Dolden endlich geöffnet haben. Wenn dann genug vorhanden ist um es mit den Blütenstaub sammelnden Insekten zu teilen gibt es kein Halten mehr. Ich liebe das blumig-süße Aroma der Holunderblüten fast noch mehr als die ausgereiften Beeren ein paar Monate später.

 

Holunderblüten

Der Sirup aus Holunderblüten

Für 1,5 Liter Sirup benötigt Ihr je nach Größe etwa 10-15 gut geöffnete Blütendolden. Tut Euch selbst einen Gefallen und sammelt nicht an befahrenen Straßen. Die Dolden werden nicht gewaschen sondern nur leicht ausgeklopft um kleine Insekten zu entfernen.

 

Sud für Holunderblütensirup

 

Nun sollten die Blütenstände für einen Tag in einem Liter Wasser ziehen. Ich füge gern noch eine ungespritzte Orange oder Mandarine in Scheiben geschnitten hinzu. Die Zitrusfrüchte unterstützen das süßliche Aroma. Am nächsten Tag wird der Sud durch ein feines Sieb gegossen und mit einem Kilo Zucker und dem Saft von zwei Zitronen (alternativ 15g Zitronensäure) zum Kochen gebracht und ein paar Minuten eingeköchelt. Anschließend den noch heißen Sirup in gut gereinigte und möglichst ausgekochte Flachen füllen und verschließen. Die Flaschen sollten ebenfalls noch warm sein, damit sie durch den Temperaturunterschied nicht springen. Verschlossen hält sich der Sirup kühl und dunkel gelagert einige Monate und verfeinert Kuchen, Eis oder Getränke. Ich habe ihn allerdings gleich für eine fruchtige Quarkspeise verwendet.

Holunderblütensirup

Die Quarkspeise

Zutaten für 4 Portionen

  • 250 g Speisequark
  • 250g cremiger Joghurt
  • 4-5 Birnen
  • etwas Zucker oder Vanillinzucker nach Geschmack
  • Holunderblütensirup
  • 2 Vollkorn oder Haferkekse

Zubereitung

Die Birnen schälen, vom Gehäuse befreien und würfeln. Mit etwas Zucker (ich bevorzuge einen selbstgemachten Vanillinzucker für mehr Geschmack) und einer halben Tasse Wasser zu einem stückigem Kompott einkochen. Meine Birnen waren schon sehr weich, es dauerte nur wenige Minuten. Wenn Eure Birnen noch recht fest sind müsst Ihr die Kochzeit ein wenig anpassen und gegenenfalls noch etwas Wasser hinzufügen. Das Kompott abkühlen lassen.

Den Speisequark mit dem Joghurt in einer Schüssel cremig rühren. Sehr fester Magerquark wird durch die Zugabe von ein paar Spritzern kohlensäurehaltigem Wassers etwas lockerer. Das Birnenkompott unterheben und mit dem Holunderblütensirup süßen. Die Kekse in einem kleinen Beutel zerkrümeln (mit dem Fleischklopfer geht das recht fix) und über die Quarkcreme streuen.

Ich hoffe Euch schmeckt diese fruchtige Nachspeise. Welches Dessert bereitet Ihr gern zu dieser Jahreszeit zu?

Herzliche Grüße, Tonia

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.